Abt Johannes︱Der Weg zum naturtönigen Kultgesang

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Beschreibung

978-3-926236-09-8︱280 Seiten17 x 24,5 cmgebundenLeder mit Goldprägung


Das musikalische System des deutschen orthodoxen Kirchengesangs, seine geistigen und geschichtlichen Voraussetzungen, seine Symbolik und die harmonikale Struktur der Obertöne. Musikalisch-philosophisches Lehrbuch von Archimandrit Johannes, Abt von Buchhagen.

„Es geht darum, sich nicht durch abstrakte technische Formen und Normen determinieren zu lassen – mag solcherart homogenisiertes Material auch noch so bequem zu handhaben sein – sondern schlicht die Töne zu singen, die Gott selbst geschaffen hat ...“ (Altvater Johannes von Buchhagen)

Der naturtönige Kultgesang bildet eine Brücke zu den Ursprüngen der Musik schlechthin und könnte heute, nach dem Ende der Moderne, zum Paradigma einer neuen Beziehung zwischen Mensch und Schöpfung werden.

Das Buch erläutert, für jedermann verständlich und nachvollziehbar, die Prinzipien des sakralen Gesangs, die Grundlagen der Harmonik sowie den Zusammenhang zwischen akustischen Phänomenen, Musik, Seele und Geist. Es stellt die klassischen Stimmungs- und Tonsysteme vor, die in der europäischen Geschichte eine Rolle gespielt haben und zeigt den Zusammenhang zwischen Musikausübung und sittlicher Bildung auf. Anhand der musikalischen, historischen und Schöpfungsgegebenheiten werden erkenntnistheoretische, anthropologische und metaphysische Hintergründe erörtert, deren Durchdringung nicht zuletzt zu einem angemesseneren Verhältnis zur Schöpfung, zum Mitmenschen und zum dreieinen Gott führt, zu einem anderen „Modus“ im Umgang mit den Dingen ... Die Harmonik als Wissenschaft befaßt sich mit den ganzzahligen Strukturbildungen in der Natur. Aus ganzzahligen Teilungsverhältnissen der Wellenlänge eines Grundtones entstehen auch die reinen Naturintervalle. Diese Zusammenhänge verweisen auf das, was Altvater Johannes ein „Bildegesetz der Schöpfung“ nennt. Schon in der Antike, und noch bei den frühen Kirchenvätern, gehörte die Erforschung der Zahlenzusammenhänge in der Musik, in Physik, Biologie, Architektur, Kunst und Religion zur höheren Bildung (μάθησις). Sie war Grundlage des allgemeinen Weltbildes wie auch der Philosophie, wenn sie freilich auch in manchen ihrer Teile – als echte esoterische Disziplin – Arkanum blieb. In der Neuzeit galt sie als „veraltet“, ehe sie durch Albert v. Thimus und insbesondere Hans Kayser wiederentdeckt wurde und in unseren Tagen durch die Entwicklungen der Mikrophysik neuen Auftrieb erhielt. Wohl gab es seither manche Ansätze, physikalisch-mathematische Phänomene (Fraktale, Planetenbahnen) in Klänge umzusetzen, auch fehlt es nicht an philosophischen Reflexionen zum Thema. Aber für Komponisten und praktische Musiker sind Naturtöne und harmonikale Ableitungen von Tonstufen bisher kaum ein Thema gewesen.

Von der Tradition des byzantinischen Kirchengesangs herkommend war das Tonsystem des Deutschen Chorals im Dreifaltigkeitskloster seit jeher naturtönig angelegt. Daraus hat sich aufgrund der geistigen Erfordernisse und Erfahrungen liturgischen Betens in den Jahrzehnten seit der Klostergründung ein ästhetisches Ideal entwickelt, welches eine gründlichere Beschäftigung mit den Fragen der Feinstimmung erforderlich machte.

Über Jahre hinweg wurden in langen Versuchsreihen hunderte harmonikaler Tonverhältnisse auf Erkennbarkeit, musikalische Wirkung und geistige Wertigkeit hin untersucht, musikalisch erwünschte Tonstufen technisch ausgemessen und für die Theourgie geeignete naturtönige Skalen in der Gesangspraxis erprobt. Daran schließen sich Betrachtungen zur Symbolik des Kirchengesangs, zur Symbolik der Intervalle und musikalischen Gesten, ihren Wirkungen, und zur Frage nach den damit verbundenen geistigen Kräften im Sinne des heiligen Dionysios des Areopagiten.


Bitte beachten Sie auch die zum Buch ergänzenden Tonaufnahmen:

Naturtöniger Kultgesang – Die 8 Kirchentonarten
Die Doppel-CD zum Lehrbuch: Der Weg zum naturtönigen Kultgesang