Mönch Nicolae Steinhardt: Das Tagebuch der Freude

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Beschreibung

Das Buch erscheint Ende Juni!


978-3-96321-106-5596 Seiten︱Hardcover gebunden


„Sei kein feiger Judenhund,

scheiß‘ dir nicht die Hosen voll!“


Mit diesen derben Worten verabschiedete sich der alte Oscar Steinhardt im Januar 1960 von seinem einzigen Sohn Nicolae. Dieser wurde zum rumänischen Geheimdienst Securitate „eingeladen“. Der Eingeladene blieb über 5 Jahre im rumänischen Gulag. Das Leben als politischer Häftling im ständigen Angesicht des Todes bewirkte eine völlige Wandlung des in das rumänische Volk und in die Orthodoxie verliebten jüdischen Literaturkritikers. Nicolae Steinhardt ließ sich heimlich im Gefängnis taufen: Der drohende Tod des Schwerkranken drängte ihn förmlich dazu.

In dieser Zeit keimte auch die Idee eines Tagebuchs. Es bekam den Titel Das Tagebuch der Freude und wurde sein literarisches Meisterwerk und Testament. Die unmittelbaren Auswirkungen der Taufe waren bei Steinhardt unsagbare Freude und dankbare Glückseligkeit:

„Wer als Kind getauft wurde, kann nicht wissen oder erahnen, was die Taufe bedeutet. Die Glücksgefühle, die mich bestürmen häufen sich mit jedem Augenblick. Man meint, dass jedes Mal die Belagerer immer höher rücken und und mit mehr Angriffslust und Treffgenauigkeit zuschlagen.“

Das Tagebuch der Freude wurde vom späteren Mönch Nicolae in einer losen Reihung von Erlebnissen, Empfindungen, Überlegungen, pragmatischen Einsichten gestaltet. So gelang ihm eine superlative literarische Darbietung seines Lebens zwischen der Kindheit am Ortsrand von Bukarest, den unruhigen Jugendjahren, der Suche nach Gott und sein Finden im Gefängnis, dem Lebensabend als Mönch. Den allgegenwärtigen Schikanen der gefürchteten Securitate ausgesetzt, lernte er die ewigen Tugenden des Christseins bei den Anderen und in sich selbst kennen und schätzen.

Das Meisterwerk ist auch ein Spaziergang unter Freunden. Ob Physiker, Schriftsteller, Philosophen, Psychologen, Theologen: von Morley bis Einstein, von Cervantes bis Dostojewski, von Ionesco bis Kierkegaard, von Basilius dem Großen bis Thomas von Aquin werden sie laufend zitiert.



Übersetzung aus dem Rumänischen von Valentin Hoffmann.


Über den Autoren


Ein interessantes Interview mit dem Übersetzer des Buche finden Sie hier: