Mattâ al-Maskîn︱Die Neuschöpfung des Menschen

Mattâ al-Maskîn︱Die Neuschöpfung des Menschen

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Beschreibung

978-3-96321-095-2︱188 SeitenBroschur


Der „Neue Mensch“ im paulinischen Sinne, („…der nach Gott geschaffen ist in der Gerechtigkeit und Heiligkeit der Wahrheit“; Eph 4,24) ist in allen Schriften von P. Mattâ al-Maskîn steter Bezugspunkt seiner Überlegungen und Meditationen. Hier nun liegt mit der „Neuschöpfung des Menschen“ als einem seiner Spätwerke der Entwurf einer systematischen Darstellung dieses Themas vor; diese basiert auf der biblischen Überlieferung in AT und NT zum Thema „Erste und Zweite Schöpfung des Menschen“, und profiliert dieses entscheidende Element des christlichen Glaubens: den „Neuen Menschen in Christus Jesus“, in seiner Entstehungs- und Wirkungsgeschichte „nach dem Wohlgefallen und dem Plan Gottes“, um es im Bewusstsein der Gläubigen neu zu beleben.

Motiv dieser Arbeit am Ende seines Lebens ist sorgenvolles „Bedauern“, wie wenig in der heutigen Christenheit das Bewusstsein ausgebildet ist, durch den Empfang der christlichen Taufe mit den notwendigen Fähigkeiten für ein „Neues Menschsein“ in der Ähnlichkeit Christi ausgerüstet zu sein; die von dem Autor und Geistlichen Vater Mattâ al-Maskîn empfundene Notwendigkeit, diesem fundamentalen Mangel - um der Verantwortung der Kirchen gegenüber der von Gott geliebten Welt willen - entgegenzutreten, lässt dies Werk zu einem leidenschaftlichen an die Christen der heutigen Kirchen gerichteten Aufruf werden, den in der Taufe empfangenen Gnaden Gottes mit aktiver hingabebereiter Liebe zu antworten und im Vertrauen auf die Hilfe des Heiligen Geistes - die ständig neu erfleht werden darf und muss - als einzelner Gläubiger und als Kirche auf den steilen Wegen Jesu Christi mutig voranzugehen.


Inhaltsverzeichnis


Vorwort 9


Einleitung von Pater Mattâ al-Maskîn 13

Teil A: Das Handeln Gottes an der Menschheit

I. Die erste und die zweite Schöpfung des Menschen 19

II. Die Taufe, Sakrament der Initiation in die spirituelle Neue Schöpfung 51

III. Der Neue Mensch der Taufe und die Kirche, der Leib Christi 81

IV. Die Eucharistie, Nahrung des Neuen Menschen 86


Teil B Der Mensch im Gegenüber zu Christus 93

V. Das Fleisch und der Geist 94

VI. Der Neue Mensch – wie man sich ihm nähert und sich auf ihn einstimmt 114

VII. Erfordert der Glaube an Christus eine persönliche Beziehung zu Christus? 126

VIII. Vor Gott erscheinen 147

Schluss 165


Über den Autor:

Yussuf Iskander entstammt christlicher Familie. Nach dem Studium der Pharmazie an der Universität Kairo (Abschluss 1943) wurde er ein geschäftlich erfolgreicher Apotheker im nordägyptischen Damanhur. Tief beeindruckt von der Begegnung mit dem äthiopischen Asketen Abd al-Masih al-Habashi († 1973) folgt er 1948 der Berufung zum Mönchtum. Er trat in das Deir (Kloster) Anba Samuel in Mittelägypten ein und nahm des Ordensnamen Matta (Matthäus) an.

Aus gesundheitlichen Gründen wechselte er 1951 in das Syrer-Kloster (Deir al-Surian) im Wadi al-Natrun (antik: Sketis) und wurde dort am 19. März 1951 zum Priester geweiht. Zum Hegumenos ordiniert, wirkte er 1954/56 als Patriarchalvikar in Alexandrien. 1956 kehrte er nach Deir al-Surian, 1959 nach Deir Anba Samuel zurück.

1960 ging er mit elf jungen, akademisch gebildeten Mönchen in die Einsamkeit des Wadi al-Rayan, wo sie ein streng asketisches Leben nach dem Vorbild spätantiker Wüstenmönche führten. Mehrere Jahre lang ist ihr Verhältnis zum Patriarchat gespannt. 1969 entsandte der Koptenpapst Kirellos VI. Matta und seine Mitbrüder in das kirchengeschichtlich bedeutende, inzwischen nur noch von wenigen Mönchen besiedelte Deir Abu Maqar (Makarios-Kloster, benannt nach Makarios der Ägypter). Matta, der sich jetzt al-Maskin („der Arme“) nannte, widmete sich dem Wiederaufbau der Klosteranlage und der Revitalisierung der Mönchsgemeinschaft. Ihre Zahl steigt in den Folgejahren auf rund 130 Mönche an (2006), ausnahmslos alle akademischer Herkunft, die ähnlich neuzeitlichen abendländischen Mönchen ein Leben der Arbeit und des Gebetes führen. Für die wirtschaftliche Grundlage sorgt eine entwickelte Landwirtschaft, für die Verbreitung der zahlreichen geistlichen Schriften des Klostervorstehers eine moderne Druckerpresse.