Katharina Anita Schröter: Russisch-orthodoxe Neumärtyrer

Katharina Anita Schröter: Russisch-orthodoxe Neumärtyrer

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Beschreibung

Im Spiegel hagiografischer Lebensbeschreibungen

Broschur616 Seiten


Historisch beispiellose Verfolgungen, die in der UdSSR nicht nur das Christentum trafen, dienten als Anstoß, die innere Nähe von Opfer- und Märtyrerbegriffen wissenschaftlich neu zu diskutieren. Der Forschungsansatz widmet sich der Frag54,90e nach der Bedeutung von Heiligkeit, wie diese in christlichen Martyrien erlebbar und durch martyrologische Lebensbeschreibungen widergespiegelt wird: Seit den 80er Jahren des 20. Jh.s hat die Russische Orthodoxe Kirche offiziell mit der Rehabilitierung und Kanonisierung jener orthodoxen Gläubigen begonnen, die in sowjetischer Zeit (1917 - 1991) Verfolgungen bis zum Tod erlitten hatten. Die Arbeit spürt nach, ob sich ihr Gedenken in die Geschichte der kirchlichen Kanonisierung fügt. Martyrologische Lebensbeschreibungen dienen offiziell der Anerkennung von Märtyrern. Hagiografien sind Funktionaltexte, die mitteilbar machen, wie göttliche Gnade durch Heilige wirkt. Ob und inwieweit die hier z.T. das erste Mal ins Deutsche übersetzten, neomartyrologischen Denkmäler außerdem auch literarischen Anspruch erheben können, exemplifizieren speziell generierte, narratologische Analysen.