Julia Wosnessenskaja: Meine posthumen Abenteuer

Julia Wosnessenskaja: Meine posthumen Abenteuer

Artikelnummer: 9783963212017

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Beschreibung

»Meine jenseitigen Abenteuer begannen, als ich aus dem vierten Stock fiel und starb. Die Polizei, so erfuhr ich später, hatte zwei Theorien: einfacher Selbstmord oder Mord, getarnt als Selbstmord.«

Zusätzliche Produktinformationen

Autor
Julia N. Wosnessenskaja
Seitenzahl
222
Einband
Klappenbroschur
Abmessung
225 x 150 mm.
Inhalt
Meine posthumen Abenteuer von Julia Wosnessenskaja ist ein faszinierender Roman, der die Grenzen zwischen Leben, Tod und der jenseitigen Welt auf poetische und zugleich humorvolle Weise auslotet und den Leser auf eine tiefgründige Reise ins Jenseits mitnimmt. In dieser Gleichnis-Geschichte der Begründerin des Genres der russisch-orthodoxen Fantasieliteratur entwirft Wosnessenskaja ein einzigartiges Bild vom Leben nach dem Tod, das gleichermaßen geistlich und philosophisch ist. Spannend und zugleich einfühlsam thematisiert sie, was uns nach dem Tode erwartet. Zu Beginn des Romans wird Anna, die Protagonistin der Geschichte, mit ihrem plötzlichen Tod konfrontiert und es beginnt eine abenteuerliche und oft erschreckende Reise, in deren Verlauf sie einer Vielzahl von skurrilen Charakteren begegnet. Durch himmlische Wesen, verstorbene Verwandte und notleidende Seelen, erfährt sie Hilfe, um sich in dieser posthumen Realität zurechtzufinden. Mit jeder neuen Begegnung lernt sie nicht nur mehr über diese jenseitige Dimension sondern auch über sich selbst und den Sinn ihres bisherigen Lebens. Der Roman stellt dabei grundsätzliche Fragen nach dem Wesen der menschlichen Seele, der Bedeutung von Liebe und Vergebung, von Reue und dem Streben nach innerem Frieden und letztlich nach dem Ziel des menschlichen Lebens. Dabei bleibt der Ton des Buches trotz seiner ernsten Themen leicht und oft humorvoll – was die schwere Thematik zugänglicher macht – und spendet Trost und Hoffnung. Die Autorin verbindet auf meisterhafte Weise orthodoxe Spiritualität mit Elementen der Fantasie und Fabel. Ein kurzweiliges Werk, das den Leser dazu einlädt, über das eigene Leben, den Tod und das Jenseits und letztlich über Gott nachzudenken.
Über den Autor
Julia Wossnessenskaja (1940–2015) ist eine bekannte orthodoxe russische Schriftstellerin. Sie wurde in Leningrad (heute St. Petersburg) geboren. Ihr Vater war Militäringenieur, und nach dem Krieg diente er in Ostberlin, wo die Familie von 1945 bis 1950 lebte. Julia Wosnessenskaja trat ins Leningrader Institut für Theater, Musik und Kino ein, bekleidete eine aktive, lebendige und öffentliche Position, sie war eine energische Teilnehmerin in der Assoziation nicht-formeller Kunst. Im Jahr 1964 wurde sie zu einem Jahr Zwangsarbeit verurteilt. Im Jahr 1966 begann sie zu veröffentlichen, ihre ersten Verse wurden anfangs in der offiziellen Presse publiziert, und später – im Samisdat. Im Jahr 1973 kam sie zum Glauben an Gott und empfing die Taufe, aber setzte ihre Tätigkeit als Dissidentin fort. Sie nahm teil an der Organisation der Aktion am 14. Dezember 1975 auf dem Platz der Dekabristen (früher Senatsplatz), in den Reihen der Demonstration und am Hungerstreik des Protestes der nonkonformistischen Künstler. Auch an der Herausgabe des ersten feministischen Almanach der UdSSR „Die Frau und Russland“ war sie beteiligt, ebenso an der Vorbereitung der Zeitschrift „Maria“. Im Jahr 1976 wurde sie wegen antisowjetischer Propaganda zu fünf Jahren Verbannung verurteilt. 1980 wurde Julia Wosnessenskaja aus der UdSSR zwangs-exiliert (ohne ihre beiden Söhne). Bis 1984 lebte sie in Frankfurt am Main, später siedelte sie über nach München, wo sie bei der Radiostation Freiheit arbeitete. Von 1996 bis 1999 lebte sie im Lesna-Frauenkloster der Allheiligen Gottesgebärerin in Frankreich, welches sich in der Jurisdiktion der Russischen Orthodoxen Auslandskirche (ROKA) befand. Dort bekam sie den Segen der Äbtissin Afanasij, die literarische Parabel Meine posthumen Abenteuer zu schreiben. Ab 2002 lebte sie in Berlin. Die späteren Werke der Autorin werden oft als „christliche- (oder orthodoxe-) Fantasy“ bezeichnet. Julia Wosnessenskaja wurde ausgezeichnet mit dem Titel „Bester Autor des Jahres“ im Wettbewerb „Orthodoxes Buch Russlands“. Sie ist Preisträgerin des jährlichen Wettbewerbs für Kinder- und Jugendbücher „Purpurrote Segel“ in der Abteilung Prosa für ihr Buch Der "Weg der Kassandra".
Altersempfehlung
Ab 16 Jahren