Heiliger Bischof Ignatij (Brjantschaninow): Klagelied eines Mönchs

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Beschreibung

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– Ausgewählte Schriften Band 1

237 SeitenKlappenboschur︱ISBN 978-3-96321-099-0


Das poetische Klagelied eines Mönchs über seinen der sündigen Verlockung verfallenen Bruder bildet in gewisser Weise eine Quintessenz der asketischen Erfahrung des heiligen Ignatij. Als er 1830 die erste Fassung schrieb, war Dimitrij Alexandrowitsch Brjantschaninow Novize der Maria-Entschlafen-Einsiedelei im Bistum Vologda. Viel später, nunmehr Bischof im Ruhestand, korrigierte und erweiterte er sein Werk 1866 kurz vor seinem Tod umfassend. Das Klagelied ist eine Reflexion auf die alttestamentlichen Klagelieder des Jeremias, in denen der Prophet die Eroberung und Zerstörung Jerusalems durch Nebukadnezzar und die anschließende babylonische Gefangenschaft der Israeliten beweint. Die biblischen Klagelieder sind als Akrosticha angelegt – die Anfangsbuchstaben ihrer jeweils 22 Verse folgen dem hebräischen Alphabet. Der heilige Ignatij lässt sich von diesen Liedern inspirieren, bezieht die Wehklage des Propheten jedoch konsequent auf die gefallene menschliche Seele. Diese ist von Sünden und Dämonen nicht minder gezeichnet als das zum Schandfleck gewordene Jerusalem (Klgl 1,17).

Die zwei Abhandlungen Über das Gebet enthalten eine wertvolle Darstellung dieses so wesentlichen Bausteins christlicher Errettung, begründet auf der Heiligen Schrift und den Lehren der heiligen Kirchenväter. Solches Beten im Geiste hat wenig gemein mit jenem heidnischen Geplapper (Mt 6,7), dem achtlosen Dahinreden oder Betteln um irdische Güter also, mit dem es viele verwechseln.

Den Abschluss bildet der Dialog Über das Mönchtum – betrachten doch die heiligen Väter das monastische Leben als Fortsetzung des frühchristlichen Martyrertums. Der heilige Ignatij sieht auch heute darin den zuverlässigen Weg zur christlichen Vollkommenheit, der allerdings von unbedingter Abstützung auf die Heilige Schrift und die Lehren der heiligen Kirchenväter begleitet sein muss. Welche Fallstricke dabei auch heute zu beachten sind, zeigt dieser Text sehr anschaulich.


Der vorliegende erste Band der Reihe ausgewählter Schriften des heiligen Ignatij soll einen Bogen spannen, mit dem die wesentlichen Aspekte seines umfangreichen Schaffens erfasst werden: Buße und geistige Umkehr, das Gebet als Dialog mit dem König der Könige, monastische Askese als heute wie früher besonders angemessene Lebensweise für den, der Gott nahe sein will.

Diesem Band sollen weitere folgen, insbesondere die grundlegende Schrift „Zueignung an das Mönchtum von heute“, aber auch kürzere Schriften zu allen Bereichen des christlichen Lebens. Dabei wird Wert auf eine verlässliche Übertragung aus dem russischen Original gelegt, bei der die sprachliche Kraft und Poesie des heiligen Ignatij nicht verloren geht. Wir sind überzeugt, dass die Lehre der heiligen Väter des Christentums nichts von ihrer Anziehungskraft verloren hat, und dass die Schriften des heiligen Ignatij einen großen Beitrag leisten können, diese fruchtbare Quelle sinnerfüllten Lebens für uns hier und heute zu erschließen.

Möge der heilige Ignatij unser Werk segnen!